PIPEM
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- Marke: HEMOFARM-DE
- Produktcode: BR-67164685
Pipem 200 mg war ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel in Form von Hartkapseln mit 200 mg Pipemidsäure. Es gehörte zu einer älteren Gruppe der Chinolon-Antibiotika und wurde früher bei bestimmten bakteriellen Harnwegsinfektionen eingesetzt.
Die serbische Arzneimittelbehörde ALIMS teilte 2019 mit, dass die Zulassungen pipemidsäurehaltiger Arzneimittel, darunter Pipem 200 mg, vorübergehend ausgesetzt und diese Arzneimittel aus dem Verkehr gezogen werden.
Pipem darf nicht als aktuell verfügbare Behandlung dargestellt oder auf Grundlage einer alten Packungsbeilage, einer früheren Verschreibung oder der Erfahrung einer anderen Person angewendet werden.
Pipem 200 mg – Informationen zu einem zurückgezogenen Arzneimittel
Wofür wurde Pipem früher angewendet?
Vor der Rücknahme wurde Pipem als antibakterielles Mittel bei bestimmten Harnwegsinfektionen eingesetzt, die durch gegenüber Pipemidsäure empfindliche Bakterien verursacht wurden. Ältere Produktinformationen nannten insbesondere Infektionen der unteren Harnwege und der Harnblase.
Diese Angaben dienen ausschließlich historischen und edukativen Zwecken. Pipemidsäure darf nicht aufgrund alter Empfehlungen als aktuelle Standardbehandlung verwendet werden.
Warum wurde Pipem zurückgezogen?
Bei einer Sicherheitsbewertung von Chinolon- und Fluorchinolon-Antibiotika wurde ein Risiko schwerer, lang anhaltender, beeinträchtigender und möglicherweise irreversibler Nebenwirkungen festgestellt. Betroffen sein können insbesondere:
- Sehnen, Muskeln, Gelenke und Knochen;
- das periphere und zentrale Nervensystem;
- Sehen, Hören, Geruchs- und Geschmackssinn;
- Stimmung, Schlaf, Gedächtnis und Konzentration.
Bei pipemidsäurehaltigen Arzneimitteln wurde das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht mehr als ausreichend für einen weiteren Vertrieb angesehen.
Wie wird Pipem heute dosiert?
Dosierungen aus alten Packungsbeilagen dürfen nicht als aktuelle medizinische Anweisung verwendet werden. Bei Beschwerden einer Harnwegsinfektion sollte ein Arzt prüfen, ob eine Urinkultur erforderlich ist, und eine zugelassene Behandlung anhand der Symptome, Befunde und bakteriellen Resistenz auswählen.
Verwenden Sie keine Kapseln, die von einer früheren Behandlung übrig geblieben sind. Das Arzneimittel kann abgelaufen oder falsch gelagert sein und gehört nicht mehr zur aktuellen therapeutischen Praxis.
Was ist mit einer alten Packung zu tun?
- Die Behandlung nicht ohne ärztliche Untersuchung beginnen oder fortsetzen.
- Die Kapseln nicht an andere Personen weitergeben.
- Das Arzneimittel nicht über Abwasser oder Hausmüll entsorgen.
- Eine unbenutzte oder abgelaufene Packung bei einer Apotheke abgeben, die Arzneimittelabfälle annimmt.
- Wurde bereits eine Kapsel eingenommen, Arzt oder Apotheker über die eingenommene Menge informieren.
Bei wem war laut früherer Packungsbeilage besondere Vorsicht erforderlich?
Besondere Vorsicht wurde früher empfohlen bei:
- Allergie gegen Pipemidsäure oder andere Chinolone;
- früheren chinolonbedingten Sehnenerkrankungen;
- eingeschränkter Nierenfunktion;
- Epilepsie, Krampfanfällen oder anderen neurologischen Erkrankungen;
- Porphyrie;
- Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel;
- erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht oder künstlicher UV-Strahlung.
Das Arzneimittel war nicht für Kinder bestimmt. Eine Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit erforderte eine individuelle ärztliche Beurteilung.
Früher bekannte Wechselwirkungen
Laut früheren Angaben konnte Pipemidsäure unter anderem Wechselwirkungen haben mit:
- Theophyllin und Koffein;
- Warfarin und anderen gerinnungshemmenden Arzneimitteln;
- nichtsteroidalen Antirheumatika;
- Antazida und Präparaten mit Aluminium, Magnesium, Calcium oder Eisen;
- Sucralfat, Cimetidin und Probenecid.
Diese Wechselwirkungen dürfen nicht eigenständig behandelt oder durch Dosisänderungen ausgeglichen werden. Wer eine alte Packung eingenommen hat, muss Arzt oder Apotheker alle verwendeten Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel nennen.
Früher berichtete Nebenwirkungen
Ältere Produktinformationen nannten Übelkeit, Erbrechen, Bauchbeschwerden, Appetitveränderungen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Hautausschlag, Juckreiz und Lichtempfindlichkeit.
Zu den schwereren Reaktionen gehörten:
- Sehnenentzündung oder Sehnenriss;
- Kribbeln, Brennen, Schwäche oder andere Anzeichen einer Neuropathie;
- Krampfanfälle, Verwirrtheit oder Halluzinationen;
- schwere allergische Reaktionen oder Hautreaktionen;
- Veränderungen des Blutbildes;
- schwerer oder anhaltender Durchfall.
- Atem- oder Schluckbeschwerden;
- Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen;
- starken Schmerzen oder Schwellung einer Sehne, insbesondere im Fersenbereich;
- plötzlichem Kribbeln, Brennen oder Schwäche in Armen oder Beinen;
- Krampfanfällen, Verwirrtheit, Halluzinationen oder Bewusstlosigkeit;
- ausgedehntem Ausschlag, Blasen oder Hautablösung;
- schwerem oder blutigem Durchfall.
Harnwegsbeschwerden, die ärztlich untersucht werden müssen
Brennen und häufiges Wasserlassen reichen nicht aus, um eigenständig ein Antibiotikum auszuwählen. Eine ärztliche Untersuchung ist besonders wichtig bei:
- Fieber oder Schüttelfrost;
- Schmerzen in der Flanke, im Rücken oder Nierenbereich;
- Blut im Urin;
- Übelkeit oder Erbrechen;
- Schwangerschaft;
- Beschwerden bei einem Mann oder Kind;
- häufig wiederkehrenden Infektionen;
- Verschlechterung oder ausbleibender Besserung.
Zusammensetzung und frühere Packung
- Wirkstoff: 200 mg Pipemidsäure pro Kapsel.
- Darreichungsform: Hartkapsel.
- Packungsgröße: 20 Kapseln in zwei Blistern zu je 10 Stück.
- Hersteller: Hemofarm A.D., Vršac, Serbien.
- ATC-Code: J01MB04.
- Früherer Abgabestatus: verschreibungspflichtig.
- Status: Zulassung ausgesetzt und Arzneimittel aus dem Verkehr gezogen.
Pipem 200 mg darf nicht zum Verkauf angeboten oder als aktuell verfügbare Behandlung dargestellt werden. Ein historischer Preis ist nicht relevant, da das Arzneimittel zurückgezogen wurde. Die Seite dient ausschließlich der zuverlässigen Information über das frühere Arzneimittel.
Behandeln Sie Harnwegsbeschwerden nicht mit einem Antibiotikum, das von einer früheren Therapie übrig geblieben ist. Ein ungeeignetes Antibiotikum oder eine unvollständige Behandlung kann Beschwerden verschleiern, die Diagnostik erschweren und die bakterielle Resistenz fördern.
Produkte mit D-Mannose, Cranberry oder pflanzlichen Inhaltsstoffen können in geeigneten Situationen lediglich als ergänzende ernährungsbezogene Unterstützung betrachtet werden. Sie behandeln keine schwere bakterielle Infektion und ersetzen weder Untersuchung noch Urinkultur oder ein erforderliches Antibiotikum.
Ljubica Barbulović, Magistra der Pharmazie
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Hinweis: Diese Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für Pipem, ein anderes Antibiotikum oder die ärztliche Behandlung einer bakteriellen Infektion.
Kann Pipem noch gekauft werden?
Pipem war von der Rücknahme pipemidsäurehaltiger Arzneimittel betroffen und darf nicht als regulär verfügbares Arzneimittel dargestellt werden.
Darf eine alte Pipem-Packung noch verwendet werden?
Nein. Verwenden Sie eine alte Packung nicht ohne ärztliche Untersuchung. Geben Sie das nicht mehr benötigte Arzneimittel zur fachgerechten Entsorgung in einer Apotheke ab.
Welches Antibiotikum ersetzt Pipem?
Es gibt keinen automatischen Ersatz. Die Auswahl hängt von Infektionsort, Beschwerden, Schwangerschaft, Nierenfunktion, früheren Therapien und dem Ergebnis der Urinkultur ab.
Können D-Mannose oder Cranberry ein Antibiotikum ersetzen?
Nein. Sie können in ausgewählten Situationen ergänzend eingesetzt werden, behandeln jedoch keine schwere oder komplizierte bakterielle Infektion.
Quellen: offizielle Mitteilung der serbischen Arzneimittelbehörde ALIMS zur Rücknahme pipemidsäurehaltiger Arzneimittel; archivierte frühere Packungsbeilage von Pipem 200 mg ausschließlich für historische Angaben zu Zusammensetzung, Packung und Sicherheit.
Quellenprüfung: 2. August 2026.
Diese Seite ist rein informativ und stellt keine Empfehlung zur Anwendung eines zurückgezogenen Arzneimittels dar.
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