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Nifelat 20 mg, 30 Retardtabletten – Nifedipin bei Bluthochdruck und stabiler Angina pectoris

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Nifelat 20 mg, 30 Retardtabletten – Nifedipin bei Bluthochdruck und stabiler Angina pectoris
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Nifelat 20 mg enthält Nifedipin, einen Calciumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine. Das Arzneimittel liegt als Retardtablette vor, die ..
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  • Marke: ACTAVIS Produkte
  • Produktcode: BR-6056416557

Nifelat 20 mg enthält Nifedipin, einen Calciumkanalblocker aus der Gruppe der Dihydropyridine. Das Arzneimittel liegt als Retardtablette vor, die den Wirkstoff über einen längeren Zeitraum schrittweise freisetzt.

Nifelat wird bei Erwachsenen zur Behandlung einer leichten bis mäßigen Hypertonie und zur Vorbeugung von Anfällen einer chronisch stabilen Angina pectoris angewendet. Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig.

Wichtiger Hinweis
Nifelat ist nicht zur schnellen Behandlung eines akuten Angina-Anfalls vorgesehen. Plötzliche, starke oder neu auftretende Brustschmerzen, Druckgefühl, Atemnot, kalter Schweiß, Übelkeit oder in Arm, Rücken beziehungsweise Kiefer ausstrahlende Schmerzen erfordern sofortiges Handeln entsprechend dem ärztlichen Notfallplan und eine dringende medizinische Untersuchung.

Nifelat 20 mg – Anwendung, Dosierung und Vorsichtsmaßnahmen

Angabe Information
Wirkstoff Nifedipin 20 mg
Darreichungsform Retardtablette
Packungsgröße 3 Blister mit jeweils 10 – insgesamt 30 Tabletten
Anwendungsgebiete Leichte bis mäßige Hypertonie und Vorbeugung chronisch stabiler Angina pectoris
Übliche Erhaltungsdosis Eine Tablette alle 12 Stunden nach ärztlicher Verordnung
Altersgruppe Nur Erwachsene
Abgabestatus Verschreibungspflichtig

Wie wirkt Nifelat?

Nifedipin vermindert den Einstrom von Calcium in die glatten Muskelzellen der Blutgefäße. Die Gefäße entspannen und erweitern sich, wodurch der periphere Gefäßwiderstand und der Blutdruck sinken.

Bei stabiler Angina erweitert Nifedipin die Koronar- und peripheren Arterien, verbessert die Versorgung des Herzmuskels mit Blut und Sauerstoff und vermindert die Herzbelastung. Dadurch können Häufigkeit und Stärke stabiler Angina-Anfälle abnehmen. Akute Brustschmerzen werden jedoch nicht sofort gelindert.

Wie wird Nifelat eingenommen?

  • Die übliche Erhaltungsdosis beträgt eine Tablette zu 20 mg alle 12 Stunden.
  • Der Arzt kann die Dosis abhängig von Blutdruck, Angina-Beschwerden und Verträglichkeit schrittweise anpassen.
  • Die Höchstdosis beträgt 40 mg alle 12 Stunden beziehungsweise insgesamt 80 mg täglich.
  • Ältere Patienten und Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion können eine niedrigere Dosis benötigen.
  • Das Arzneimittel kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser schlucken. Sie darf nicht geteilt, zerdrückt oder zerkaut werden. Die Bruchkerbe ist nicht zur Teilung vorgesehen.

Anfangsdosis von 10 mg
In bestimmten Fällen kann der Arzt eine Anfangsdosis von 10 mg Nifedipin alle 12 Stunden verordnen. Eine Nifelat-Tablette zu 20 mg darf nicht geteilt werden, um eine Dosis von 10 mg zu erhalten. Dafür ist eine geeignete Darreichungsform oder ein anderer ärztlich festgelegter Behandlungsplan erforderlich.

Grapefruit und Nifelat

Während der Therapie dürfen weder Grapefruit gegessen noch Grapefruitsaft getrunken werden. Grapefruit kann die Nifedipin-Konzentration im Blut erhöhen und dadurch einen übermäßigen Blutdruckabfall, Kopfschmerzen, Hautrötung, Schwindel und andere Nebenwirkungen begünstigen.

Die Wechselwirkung kann mindestens drei Tage nach dem letzten Verzehr anhalten. Wurde während der Therapie Grapefruit konsumiert, sind Arzt oder Apotheker zu kontaktieren. Die verordnete Dosis darf nicht eigenständig verändert werden.

Wer darf Nifelat nicht einnehmen?

  • Patienten mit einer Allergie gegen Nifedipin, andere Dihydropyridine oder einen Bestandteil der Tablette;
  • Patienten im ersten Monat nach einem Herzinfarkt;
  • Patienten mit instabiler Angina pectoris;
  • Patienten mit kardiogenem Schock;
  • Patienten mit klinisch bedeutsamer Aortenstenose;
  • zur unmittelbaren Behandlung eines akuten Angina-Anfalls;
  • zur Sekundärprävention eines weiteren Herzinfarkts;
  • gleichzeitig mit Rifampicin;
  • bei maligner Hypertonie, da die Sicherheit in diesem Anwendungsgebiet nicht bestätigt ist.

Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?

Informieren Sie den Arzt vor der Behandlung bei:

  • sehr niedrigem Blutdruck;
  • Herzinsuffizienz oder verminderter kardialer Reserve;
  • eingeschränkter Leberfunktion;
  • Diabetes;
  • Dialysebehandlung;
  • Neigung zu Ohnmacht oder ausgeprägtem Schwindel;
  • geplanter künstlicher Befruchtung;
  • Schwangerschaft oder Kinderwunsch;
  • dem Wunsch, weiter zu stillen.

Bei Dialysepatienten, insbesondere bei sehr hohem Blutdruck und vermindertem zirkulierendem Blutvolumen, kann der Blutdruck stark abfallen.

Calciumkanalblocker wie Nifedipin wurden bei Männern mit reversiblen Veränderungen der Spermienfunktion in Verbindung gebracht. Dies kann bei einer geplanten künstlichen Befruchtung relevant sein.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Nifedipin wird über CYP3A4 abgebaut. Zahlreiche Arzneimittel können deshalb seine Konzentration und Wirkung erhöhen oder vermindern. Der Arzt muss über alle verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Arzneimittel sowie pflanzlichen Präparate informiert werden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei:

  • anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln;
  • Betablockern, Diltiazem, Digoxin oder Chinidin;
  • Rifampicin – die Kombination ist kontraindiziert;
  • Erythromycin und anderen Makrolid-Antibiotika;
  • Ketoconazol, Itraconazol oder Fluconazol;
  • Ritonavir und anderen HIV-Proteasehemmern;
  • Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital oder Valproinsäure;
  • Fluoxetin oder Nefazodon;
  • Cimetidin;
  • Tacrolimus;
  • Quinupristin mit Dalfopristin;
  • intravenösem Magnesiumsulfat während der Schwangerschaft.

Die Kombination mit weiteren Antihypertensiva kann den Blutdruck zusätzlich senken. Der Arzt kann häufigere Kontrollen oder eine Dosisanpassung anordnen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Nifelat wird während der Schwangerschaft nicht routinemäßig angewendet. Bei schwerer Hypertonie kann es erwogen werden, wenn die Standardtherapie nicht wirksam oder nicht möglich ist und der Arzt Nutzen und Risiko sorgfältig beurteilt hat.

Nifedipin geht in die Muttermilch über. Nifelat wird während der Stillzeit nicht empfohlen. Der Arzt kann zum Abstillen oder zur Auswahl einer anderen Behandlung raten.

Verkehrstüchtigkeit und Bedienen von Maschinen

Nifelat kann Schwindel, Benommenheit, Ohnmacht, starke Müdigkeit oder Sehstörungen verursachen. Diese Reaktionen treten häufiger zu Beginn der Behandlung, nach einer Dosisänderung oder zusammen mit Alkohol auf.

Führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis bekannt ist, wie das Arzneimittel auf Sie wirkt.

Mögliche Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Kopfschmerzen;
  • Gefäßerweiterung mit Hautrötung oder Wärmegefühl;
  • allgemeines Unwohlsein;
  • Verstopfung;
  • Schwellungen, insbesondere an Knöcheln und Unterschenkeln.

Gelegentlich können auftreten:

  • niedriger Blutdruck, Schwindel oder Ohnmacht;
  • Herzklopfen oder beschleunigter Herzschlag;
  • Bauchschmerzen, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden und Blähungen;
  • Mundtrockenheit;
  • Muskelkrämpfe und Gelenkschwellungen;
  • Schlafstörungen und Nervosität;
  • verstopfte Nase oder Nasenbluten;
  • Migräne, Zittern oder Sehstörungen;
  • häufiges oder erschwertes Wasserlassen;
  • Erektionsstörungen;
  • vorübergehende Erhöhung der Leberenzymwerte.

Selten kann eine Vergrößerung des Zahnfleisches auftreten. Gründliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen können während einer Langzeittherapie besonders wichtig sein.

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort medizinische Hilfe bei:
  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen;
  • Atembeschwerden oder Erstickungsgefühl;
  • schwerem Ausschlag, Nesselsucht oder plötzlichem Blutdruckabfall;
  • Blasenbildung, Hautablösung oder Wunden an Schleimhäuten;
  • neuen oder zunehmenden Brustschmerzen;
  • Gelbfärbung der Haut oder Augen;
  • starker Benommenheit oder Bewusstlosigkeit.

Vergessene Einnahme und Beendigung der Therapie

Nehmen Sie die übliche Dosis ein, sobald Sie daran denken. Bis zur nächsten Dosis müssen anschließend mindestens 12 Stunden liegen. Keine doppelte Dosis einnehmen.

Nifelat kann Bestandteil einer langfristigen Therapie sein. Beenden Sie die Einnahme nicht und verändern Sie die Dosis nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt, auch wenn die Blutdruckwerte normal sind oder keine Angina-Beschwerden bestehen.

Überdosierung

Eine Überdosierung kann einen sehr niedrigen Blutdruck, beschleunigten oder verlangsamten Herzschlag, Bewusstseinsstörungen, erhöhte Blutzuckerwerte, metabolische Azidose, Sauerstoffmangel, kardiogenen Schock und Flüssigkeitsansammlung in der Lunge verursachen.

Nach Einnahme einer größeren als der verordneten Menge ist sofort der medizinische Notdienst zu kontaktieren. Da es sich um eine Retardtablette handelt, können sich Beschwerden über einen längeren Zeitraum entwickeln und auch zunächst beschwerdefreie Patienten eine medizinische Überwachung benötigen.

Rat der Apothekerin
Messen Sie den Blutdruck möglichst zur gleichen Tageszeit nach einigen Minuten Ruhe und notieren Sie die Werte für den Arzt. Knöchelschwellungen können unter Nifedipin auftreten. Beginnen Sie jedoch nicht eigenständig mit einem Diuretikum und setzen Sie Nifelat nicht ab. Melden Sie starke oder zunehmende Schwellungen, eine rasche Gewichtszunahme, Atemnot, Ohnmacht oder zunehmende Brustschmerzen. Die Tablette immer unzerkaut schlucken und während der gesamten Therapie Grapefruit vollständig vermeiden.

Ljubica Barbulović, Magistra der Pharmazie

Verfügbarkeit und Preis

Nifelat 20 mg ist verschreibungspflichtig und kann nicht über den Online-Shop gekauft werden. Die aktuelle Verfügbarkeit und den Preis erfragen Sie bitte direkt in der Apotheke. Die Informationsseite finden Sie unter Nifelat.

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Blutdruckmessgeräte und Produkte zur zusätzlichen Unterstützung von Herz und Blutgefäßen finden Sie in der Kategorie Hoher Blutdruck – Hypertonie.

Nahrungsergänzungsmittel, pflanzliche Präparate und Tees ersetzen Nifelat oder eine verordnete blutdrucksenkende beziehungsweise antianginöse Therapie nicht. Manche Produkte können den Blutdruck zusätzlich senken oder Wechselwirkungen verursachen und dürfen nicht ohne fachliche Prüfung begonnen werden.

Passendes Blogthema: Wie kann man hohen Blutdruck ohne Medikamente senken? (Artikel auf Serbisch)

Zusammensetzung, Aussehen und Packung

Eine Retardtablette enthält 20 mg Nifedipin.

Der Tablettenkern enthält Lactose-Monohydrat, Maisstärke, hochdisperses wasserfreies Siliciumdioxid, Povidon K30, mikrokristalline Cellulose und Magnesiumstearat.

Der Überzug enthält Hypromellose, Macrogol 6000, Titandioxid E171 und rotes Eisen(III)-oxid E172.

Das Arzneimittel enthält Lactose. Patienten mit seltener erblicher Galactoseintoleranz, Lactasemangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption müssen den Arzt informieren.

Die Tabletten sind rund, bikonvex und rosa. Die Bruchkerbe ist nicht zur Teilung bestimmt. Eine Packung enthält drei Blister mit jeweils 10 Tabletten.

Zulassungsinhaber: Actavis d.o.o. Belgrad, Đorđa Stanojevića 12, Belgrad.

Aufbewahrung

Bei höchstens 25°C in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt sowie für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Häufig gestellte Fragen

Wird Nifelat bei hohem Blutdruck eingesetzt?
Ja. Es wird bei Erwachsenen zur Behandlung einer leichten bis mäßigen Hypertonie verwendet.

Beendet Nifelat sofort einen Angina-Anfall?
Nein. Es dient zur Vorbeugung chronisch stabiler Angina-Anfälle und nicht zur schnellen Linderung akuter Brustschmerzen.

Darf die Tablette geteilt werden?
Nein. Die Bruchkerbe ist nicht zur Teilung bestimmt und die Retardtablette muss unzerkaut geschluckt werden.

Wird Nifelat zu einer Mahlzeit eingenommen?
Es kann unabhängig von den Mahlzeiten mit Wasser eingenommen werden.

Darf Grapefruitsaft getrunken werden?
Nein. Grapefruit kann die Nifedipin-Konzentration erhöhen. Die Wechselwirkung kann mindestens drei Tage anhalten.

Kann Nifelat geschwollene Knöchel verursachen?
Ja. Schwellungen an Knöcheln und Unterschenkeln gehören zu den häufigen Nebenwirkungen und sollten bei starker oder zunehmender Ausprägung gemeldet werden.

Dürfen Kinder Nifelat einnehmen?
Die Anwendung unter 18 Jahren wird wegen begrenzter Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit nicht empfohlen.

Darf die Therapie bei normalen Blutdruckwerten beendet werden?
Nein. Normale Werte zeigen häufig, dass die Behandlung wirkt. Nur der Arzt darf die Dosis verändern oder das Arzneimittel absetzen.

Offizielle Quellen: ALIMS – Packungsbeilage | ALIMS – Fachinformation | ALIMS – Verpackungsinformation.
Nummer der letzten Zulassungsverlängerung: 515-01-02456-21-001 vom 10.05.2022. Offizieller Text im Mai 2022 überarbeitet. Inhalt geprüft: August 2026.

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