CARDIOPIRIN 100mg TABLETS
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- Marke: PHARMA SWISS
- Produktcode: BR-561521
Cardiopirin 100 mg ist eine magensaftresistente Tablette mit Acetylsalicylsäure. In niedriger Dosierung hemmt der Wirkstoff die Zusammenlagerung von Blutplättchen und vermindert dadurch die Bildung bestimmter Blutgerinnsel.
Das Arzneimittel wird zur Sekundärprävention kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer thrombotischer Ereignisse nach einem Herzinfarkt oder ischämischen Schlaganfall sowie nach einer koronaren Bypass-Operation angewendet.
Cardiopirin darf nicht eigenmächtig als allgemeines Mittel zur „Blutverdünnung“ begonnen werden. Vor der ersten Anwendung zur kardiovaskulären Vorbeugung ist eine ärztliche Beratung notwendig.
Das Arzneimittel erhöht die Blutungsneigung. Schwarzer Stuhl, Bluterbrechen, Blut im Urin, ungewöhnliche Blutergüsse oder länger anhaltende Blutungen müssen medizinisch abgeklärt werden.
Cardiopirin 100 mg – Anwendung, Dosierung und Vorsichtsmaßnahmen
Wofür wird Cardiopirin angewendet?
- zur Vorbeugung eines erneuten Herzinfarkts;
- zur Vorbeugung eines erneuten ischämischen Schlaganfalls;
- zur Verhinderung thrombotischer Ereignisse nach Herzinfarkt oder Schlaganfall;
- nach einer koronaren Bypass-Operation.
Es darf nicht eigenmächtig zur Primärprävention bei einer ansonsten gesunden Person begonnen werden. Der Arzt muss den möglichen Nutzen gegen das Blutungsrisiko abwägen.
Wie wird Cardiopirin eingenommen?
Die übliche Langzeitdosis bei Erwachsenen beträgt 100 mg einmal täglich. Die magensaftresistente Tablette wird unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, möglichst zu einer Mahlzeit, geschluckt.
Während der regelmäßigen Behandlung darf sie nicht zerbrochen, zerdrückt oder zerkaut werden. Das Zerkauen wird in der offiziellen Packungsbeilage nur für eine besondere Situation bei Diagnosestellung erwähnt und darf nicht eigenmächtig als Erste-Hilfe-Maßnahme angewendet werden.
Nach einer vergessenen Einnahme keine doppelte Dosis einnehmen. Die Behandlung nicht ohne ärztliche Rücksprache abbrechen.
Wann darf Cardiopirin nicht angewendet werden?
- bei Allergie gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder einen Hilfsstoff;
- nach einem durch Aspirin oder ein anderes NSAR ausgelösten Asthmaanfall;
- bei einem aktiven Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür;
- bei erhöhter Blutungsneigung;
- bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung;
- bei schwerer Herzinsuffizienz;
- mit Methotrexat in einer Dosierung von mindestens 15 mg pro Woche;
- im letzten Schwangerschaftsdrittel;
- bei Kindern unter 16 Jahren, außer bei besonderen fachärztlichen Indikationen.
Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?
Informieren Sie Arzt oder Apotheker über frühere Geschwüre oder Magen-Darm-Blutungen, Asthma, Nasenpolypen, Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen, G6PD-Mangel, Gicht, unkontrollierten Bluthochdruck oder weitere gerinnungshemmende Arzneimittel.
Vor einer Operation oder Zahnextraktion müssen Arzt, Zahnarzt und Chirurg über die Einnahme informiert werden. Cardiopirin nicht eigenmächtig vor einem Eingriff absetzen.
Wechselwirkungen
- Warfarin, Apixaban, Rivaroxaban, Clopidogrel und andere gerinnungshemmende Arzneimittel;
- Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac und andere NSAR;
- Metamizol, das die plättchenhemmende Wirkung vermindern kann;
- Methotrexat, Kortikosteroide und Valproinsäure;
- Digoxin, Diuretika und ACE-Hemmer;
- Arzneimittel gegen Diabetes;
- Probenecid und andere Gichtmittel.
Ibuprofen und Naproxen können die plättchenhemmende Wirkung beeinträchtigen. Ein geeignetes Schmerzmittel sollte mit Arzt oder Apotheker ausgewählt werden.
Alkohol ist zu vermeiden, da er das Risiko für Schleimhautschäden und Magen-Darm-Blutungen erhöht.
Hoch dosierte Omega-3-Fettsäuren, Knoblauch, Ginkgo, Nattokinase, Serrapeptase, Curcumin und andere Präparate mit möglichem Einfluss auf Blutplättchen oder Blutungen dürfen nicht automatisch ergänzt werden.
Ein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt Cardiopirin nicht und kann kein Blutgerinnsel behandeln oder auflösen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel darf Cardiopirin nur nach ärztlicher Verordnung, in der niedrigsten geeigneten Dosis und für die kürzest notwendige Dauer angewendet werden.
Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist das Arzneimittel kontraindiziert. Acetylsalicylsäure geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Bei regelmäßiger oder längerer Behandlung kann ein Abstillen erforderlich sein.
Mögliche Nebenwirkungen
- Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden und Magenschmerzen;
- Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre;
- verborgene oder sichtbare Magen-Darm-Blutungen;
- Blutergüsse, Nasenbluten, Zahnfleischbluten und verlängerte Blutungszeit;
- Anämie durch länger anhaltenden Blutverlust;
- Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht oder Asthmaanfälle;
- Nieren- oder Leberfunktionsstörungen.
Schwindel, Hörminderung und Ohrgeräusche können Anzeichen einer zu hohen Dosis sein.
- schwarzem, teerartigem Stuhl oder sichtbarem Blut im Stuhl;
- Bluterbrechen oder kaffeesatzartigem Erbrochenem;
- plötzlichen starken Kopfschmerzen, einseitiger Schwäche oder Sprachstörungen;
- Blut im Urin oder einer anderen ungewöhnlichen Blutung;
- Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen;
- Atemnot, pfeifender Atmung oder Schluckbeschwerden;
- starkem Schwindel, Ohrgeräuschen, Verwirrtheit oder schneller Atmung;
- einer Überdosierung.
Zusammensetzung, Packung und Status
- Wirkstoff: 100 mg Acetylsalicylsäure pro magensaftresistenter Tablette.
- Hilfsstoff mit bekannter Wirkung: 60 mg Lactose-Monohydrat.
- Aussehen: weiße, runde, bikonvexe Tabletten ohne Bruchkerbe.
- Packung: 30 Tabletten in drei Blistern zu je zehn Tabletten.
- Zulassungsinhaber: PharmaSwiss d.o.o., Belgrad, Serbien.
- Hersteller: G.L. Pharma GmbH, Lannach, Österreich.
- ATC-Code: B01AC06.
- EAN: 8606007080070.
- Abgabestatus in Serbien: ohne ärztliche Verschreibung.
Aufbewahrung
Für Kinder unzugänglich und bei höchstens 30°C aufbewahren. Nach Ablauf des Verfalldatums nicht mehr anwenden.
Cardiopirin wird in Serbien ohne Rezept abgegeben. Vor der ersten Anwendung zur kardiovaskulären Vorbeugung ist dennoch eine ärztliche Beratung erforderlich.
Diese Seite dient der Information. Aktuelle Verfügbarkeit und Preis sind direkt in einer Apotheke zu prüfen.
Cardiopirin täglich ungefähr zur gleichen Zeit einnehmen und die Behandlung nicht eigenmächtig beenden.
Vor dem Kauf von Ibuprofen, Naproxen, Diclofenac oder Nahrungsergänzungsmitteln mit Omega-3, Knoblauch, Ginkgo oder anderen gerinnungsbeeinflussenden Inhaltsstoffen muss der Apotheker über die Cardiopirin-Therapie informiert werden.
Ljubica Barbulović, Magistra der Pharmazie
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Wichtig: Diese Produkte ersetzen keine plättchenhemmende Behandlung und verhindern oder beseitigen kein bestehendes Blutgerinnsel.
„Verdünnt“ Cardiopirin das Blut?
Es verändert nicht die Blutdichte, sondern hemmt die Zusammenlagerung der Blutplättchen.
Wird es zur Vorbeugung eines ersten Herzinfarkts angewendet?
Es darf für diesen Zweck nicht eigenmächtig begonnen werden. Dieses Präparat ist vor allem für die Sekundärprävention zugelassen.
Darf die Tablette zerkaut werden?
In der regelmäßigen Langzeittherapie wird sie unzerkaut geschluckt.
Darf Ibuprofen eingenommen werden?
Ibuprofen kann die plättchenhemmende Wirkung beeinträchtigen und das Nebenwirkungsrisiko erhöhen.
Muss Cardiopirin vor einer Zahnextraktion abgesetzt werden?
Nicht eigenmächtig. Arzt und Zahnarzt müssen Blutungs- und Thromboserisiko gemeinsam beurteilen.
Quelle: Packungsbeilage, Fachinformation und Verpackungstext der serbischen Arzneimittelbehörde ALIMS. Offizielle Cardiopirin-Packungsbeilage ansehen.
Letzte Genehmigung des offiziellen Textes: April 2021. Aktuelle Aufnahme im serbischen Nationalen Arzneimittelregister 2025 geprüft. Quellenprüfung: 3. August 2026.
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