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Sanaderm 10 mg/g Creme ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung mit dem Wirkstoff Silbersulfadiazin. Der Wirkstoff..
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  • Marke: ACTAVIS Produkte
  • Produktcode: BR-4641632145

Sanaderm 10 mg/g Creme ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung mit dem Wirkstoff Silbersulfadiazin. Der Wirkstoff besitzt eine antibakterielle und antimykotische Wirkung und wird zur Vorbeugung oder Behandlung von Infektionen bei bestimmten schweren Hautschädigungen eingesetzt.

Sanaderm wird unter ärztlicher Kontrolle auf die Haut beziehungsweise Wunde aufgetragen. Es ist keine gewöhnliche Pflegecreme für jede kleine Verbrennung, Rötung oder Hautreizung.

Wichtiger Hinweis
Sanaderm ist ein lokal anzuwendendes Antibiotikum. Die Creme darf nicht vorbeugend auf jede oberflächliche Verbrennung, Sonnenbrand oder unverletzte Haut aufgetragen werden. Verbrennungen zweiten und dritten Grades, offene Wunden, Druckgeschwüre und venöse Ulzera erfordern eine ärztliche Untersuchung und einen individuellen Behandlungsplan.

Sanaderm Creme – Anwendung und wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Angabe Information
Wirkstoff 10 mg Silbersulfadiazin pro Gramm Creme
Konzentration 1%
Darreichungsform Creme zur Anwendung auf der Haut
Packungsgröße Aluminiumtube mit 50 g Creme
Übliche Anwendung Ein- oder zweimal täglich nach ärztlicher Anweisung
Abgabestatus Verschreibungspflichtig

Wofür wird Sanaderm angewendet?

Nach der zugelassenen Produktinformation wird Sanaderm angewendet:

  • zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen bei Verbrennungen zweiten und dritten Grades;
  • bei Infektionen im Zusammenhang mit venösen Ulzera;
  • bei Infektionen im Zusammenhang mit Druckgeschwüren;
  • zur Vorbeugung einer Infektion von Hauttransplantaten.

Silbersulfadiazin wirkt gegen zahlreiche Mikroorganismen, die geschädigte Haut besiedeln können. Es behandelt keine tiefe systemische Infektion und ersetzt weder eine chirurgische Wundversorgung noch geeignete Wundauflagen, systemische Antibiotika oder andere ärztlich angeordnete Maßnahmen.

Sanaderm ist nicht automatisch für eine leichte Verbrennung ersten Grades, eine geringe Rötung oder einen gewöhnlichen Sonnenbrand geeignet. Ein lokales Antibiotikum sollte nur bei eindeutiger medizinischer Indikation eingesetzt werden.

Wie wird Sanaderm aufgetragen?

  • Die Wunde wird zunächst gereinigt und entsprechend versorgt.
  • Beim Auftragen sollten sterile Handschuhe verwendet werden.
  • Die Creme wird ein- oder zweimal täglich aufgetragen.
  • Die übliche Schichtdicke beträgt ungefähr 1,5 mm.
  • Die gesamte Wundoberfläche sollte mit Creme bedeckt sein.
  • Wird die Creme versehentlich entfernt, muss sie erneut aufgetragen werden.
  • Vor der nächsten Anwendung wird die alte Schicht mit Wasser oder einer antiseptischen Lösung entfernt.

Die Wunde kann anschließend mit steriler Gaze oder einem Verband abgedeckt werden. Dies ist jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Die geeignete Wundversorgung wird durch den Arzt oder das Pflegepersonal festgelegt.

Hygiene während der Anwendung
Eine Tube darf nur für eine Person verwendet werden. Die Tubenöffnung darf weder die Wunde noch Finger oder unsteriles Material berühren. Eine vergessene Anwendung darf nicht durch eine größere Crememenge ausgeglichen werden.

Dauer der Behandlung

Die Behandlungsdauer wird vom Arzt entsprechend der Wundart, dem Infektionsrisiko, dem Ansprechen und möglichen Nebenwirkungen festgelegt. Die Wunde muss regelmäßig kontrolliert werden.

Eine zu frühe Beendigung kann zum Wiederauftreten der Infektion führen. Die Creme darf jedoch insbesondere auf größeren Hautflächen nicht länger als verordnet angewendet werden.

Anwendung bei Kindern

Bei Kindern über zwei Monaten ist die Art der Anwendung grundsätzlich ähnlich wie bei Erwachsenen. Die Behandlung muss jedoch ärztlich angeordnet und überwacht werden.

Sanaderm darf bei Frühgeborenen, Neugeborenen und Säuglingen unter zwei Monaten nicht angewendet werden, da die Gefahr eines Kernikterus besteht.

Wer darf Sanaderm nicht anwenden?

  • Personen mit einer Allergie gegen Silbersulfadiazin;
  • Personen mit einer Allergie gegen andere Sulfonamide oder einen Bestandteil der Creme;
  • Frühgeborene, Neugeborene und Säuglinge unter zwei Monaten;
  • Schwangere, insbesondere in der späten Schwangerschaft und kurz vor der Geburt;
  • stillende Frauen;
  • Patienten mit stark nässenden venösen oder dekubitalen Ulzera.

Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?

Informieren Sie den Arzt, wenn der Patient folgende Erkrankungen oder Risiken hat:

  • eingeschränkte Nieren- oder Leberfunktion;
  • Anämie oder andere Veränderungen des Blutbildes;
  • Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel;
  • Porphyrie;
  • Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide, Sulfite oder bestimmte Konservierungsmittel;
  • Allergie gegen Furosemid, Thiazid-Diuretika, Acetazolamid oder Sulfonylharnstoffe.

Bei Anwendung auf großen Hautflächen kann Sulfadiazin in den Blutkreislauf gelangen. Dann können Kontrollen von Nieren- und Leberfunktion, Blutbild, Sulfadiazin-Konzentration und Urin erforderlich sein.

Schwere Hautreaktionen

Sehr selten können lebensbedrohliche Hautreaktionen wie das Stevens–Johnson-Syndrom oder die toxische epidermale Nekrolyse auftreten. Das höchste Risiko besteht während der ersten Behandlungswochen.

Beenden Sie die Anwendung und suchen Sie sofort medizinische Hilfe bei:
  • einem sich schnell ausbreitenden Ausschlag;
  • roten, zielscheibenartigen Hautveränderungen;
  • Blasenbildung oder Ablösung der Haut;
  • Wunden in Mund, Nase oder Genitalbereich;
  • geröteten oder geschwollenen Augen;
  • Ausschlag mit Fieber oder grippeähnlichen Beschwerden;
  • Schwellung von Gesicht, Zunge oder Rachen beziehungsweise Atemnot.

Wenn Silbersulfadiazin früher ein Stevens–Johnson-Syndrom oder eine toxische epidermale Nekrolyse verursacht hat, darf es nie wieder angewendet werden.

Wechselwirkungen

Informieren Sie den Arzt über alle Arzneimittel, insbesondere über:

  • Cimetidin, da das Risiko einer Verminderung weißer Blutkörperchen steigen kann;
  • Phenytoin, da resorbiertes Sulfadiazin dessen Stoffwechsel beeinflussen kann;
  • Methotrexat, dessen Toxizität durch Sulfonamide verstärkt werden kann;
  • andere Sulfonamide.

Tragen Sie nicht eigenständig mehrere Antiseptika, lokale Antibiotika, Enzyme, Salben oder kosmetische Cremes gleichzeitig auf die Wunde auf. Kombinationen können die Wirkung verändern oder zusätzliche Reizungen verursachen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sanaderm wird während der Schwangerschaft im Allgemeinen vermieden. Besonders in der späten Schwangerschaft und unmittelbar vor der Geburt ist es wegen der Gefahr eines Kernikterus beim Neugeborenen kontraindiziert.

Eine Anwendung in einer früheren Schwangerschaftsphase darf nur erwogen werden, wenn keine geeignete Alternative besteht und der Arzt den erwarteten Nutzen höher als das mögliche Risiko bewertet.

Sulfadiazin kann in die Muttermilch übergehen. Das Stillen muss deshalb während der Behandlung nach ärztlicher Anweisung unterbrochen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Zu den am häufigsten berichteten Reaktionen gehören:

  • Juckreiz, Brennen oder Ausschlag an der Anwendungsstelle;
  • allergische Reaktionen;
  • vorübergehende Verminderung der weißen Blutkörperchen;
  • erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Bei großflächiger oder längerer Anwendung können auftreten:

  • Nierenfunktionsstörungen und Kristalle im Urin;
  • Leberfunktionsstörungen;
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit oder Koordinationsstörungen;
  • Verminderung der Blutplättchen;
  • sekundäre bakterielle oder Pilzinfektionen;
  • schwere Hautreaktionen.

Eine grau-braune Verfärbung der Haut oder Nägel kann vorkommen. Nach längerer Anwendung wurde sehr selten eine Argyrie, eine anhaltende dunkle Verfärbung durch Silberablagerungen, beschrieben.

Wann muss die Wunde dringend untersucht werden?

Eine dringende ärztliche Untersuchung ist erforderlich, wenn Schmerzen, Schwellung oder Rötung zunehmen oder Eiter, unangenehmer Geruch, Fieber, Schüttelfrost, sich ausbreitende rote Streifen, starke Schwäche oder Anzeichen einer Allergie auftreten. Verbrennungen zweiten und dritten Grades dürfen nicht ohne ärztliche Untersuchung zu Hause behandelt werden.
Rat der Apothekerin
Vor der Auswahl eines Präparates müssen Tiefe und Fläche einer Verbrennung beurteilt werden. Sanaderm ist keine kosmetische Regenerationscreme, sondern ein Antibiotikum mit Silbersulfadiazin. Verwenden Sie es ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und genau nach Anweisung. Brandblasen nicht aufstechen, Eis nicht direkt auf die Haut legen und nicht mehrere lokale Produkte ohne fachliche Beratung kombinieren. Produkte zur Narbenpflege werden erst ausgewählt, wenn die Wunde vollständig geschlossen ist.

Ljubica Barbulović, Magistra der Pharmazie

Verfügbarkeit und Preis

Sanaderm 10 mg/g Creme ist verschreibungspflichtig und kann nicht über den Online-Shop gekauft werden. Die aktuelle Verfügbarkeit und den Preis erfragen Sie bitte direkt in der Apotheke.

Ergänzende Hautpflege und Informationen

Produkte zur Beruhigung und Regeneration leichter oberflächlicher Verbrennungen finden Sie in der Kategorie Verbrennungen.

Diese Produkte ersetzen Sanaderm nicht bei einer infizierten Verbrennung, einem Druckgeschwür oder einem venösen Ulkus. Silikongel und andere Narbenprodukte dürfen erst verwendet werden, wenn die Wunde vollständig geschlossen ist, sofern der Arzt nichts anderes empfiehlt.

Passendes Blogthema: Was trägt man auf Verbrennungen und Brandblasen auf?

Zusammensetzung, Aussehen und Packung

Ein Gramm Creme enthält 10 mg mikronisiertes Silbersulfadiazin.

Weitere Bestandteile sind dünnflüssiges Paraffin, flüssiges Sorbitol 70%, Polysorbat 60, Sorbitanstearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol und gereinigtes Wasser.

Cetylalkohol und Stearylalkohol können lokale Hautreaktionen einschließlich Kontaktdermatitis verursachen.

Sanaderm ist eine gleichmäßige weiße Creme in einer Aluminiumtube mit 50 g Inhalt.

Zulassungsinhaber: Actavis d.o.o. Belgrad.

Aufbewahrung

Bei höchstens 25°C in der Originalverpackung und für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nach dem ersten Öffnen ist die Creme 30 Tage verwendbar. Nicht benötigte Arzneimittel in einer Apotheke mit Arzneimittelrücknahme abgeben.

Häufig gestellte Fragen

Ist Sanaderm ein Antibiotikum?
Ja. Es enthält Silbersulfadiazin, ein lokal angewendetes Antibiotikum mit antibakterieller und antimykotischer Wirkung.

Wird es bei gewöhnlichem Sonnenbrand verwendet?
Nicht routinemäßig. Die zugelassenen Anwendungsgebiete betreffen hauptsächlich Infektionen bei Verbrennungen zweiten und dritten Grades, bestimmten Ulzera und Hauttransplantaten.

Wie oft wird die Creme aufgetragen?
Üblicherweise ein- oder zweimal täglich auf die gereinigte und versorgte Wunde, entsprechend der ärztlichen Anweisung.

Muss die Wunde verbunden werden?
Nicht immer. Sterile Gaze oder ein Verband können verwendet werden, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

Darf Sanaderm bei Säuglingen verwendet werden?
Nicht bei Frühgeborenen, Neugeborenen oder Säuglingen unter zwei Monaten.

Darf die Creme während der Schwangerschaft verwendet werden?
Sie wird im Allgemeinen vermieden und ist in der späten Schwangerschaft sowie kurz vor der Geburt kontraindiziert.

Wie lange ist die Creme nach dem Öffnen verwendbar?
Bei richtiger Aufbewahrung 30 Tage nach dem ersten Öffnen.

Offizielle Quellen: ALIMS – Packungsbeilage | ALIMS – Fachinformation.
Zulassungsnummer: 515-01-02001-22-001. Letzte Verlängerung: 19.04.2023. Produktinformation im April 2023 überarbeitet. Inhalt geprüft: Juli 2026.

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