Autorin: Apothekerin Ljubica Barbulović

Ihr lang ersehnter und sorgfältig geplanter Jahresurlaub rückt näher. Wir alle freuen uns aufs Reisen, planen Ausflüge, Schwimmen und verbringen gerne mehr Zeit in der Natur. Das Kofferpacken ist in vollem Gange, doch inmitten der Sommereuphorie vergessen wir oft das Wichtigste – unsere Gesundheit und unvorhergesehene Situationen, die durch Klima- und Umgebungswechsel entstehen können.

Sommerfreuden, ein Ortswechsel, anderes Trinkwasser und exotische Ernährung können manchmal zu kleinen Unfällen und gesundheitlichen Problemen führen. Obwohl die meisten Reiseziele über Apotheken verfügen, ist die Suche nach einer geöffneten Apotheke mitten in der Nacht und die Kommunikation in einer Fremdsprache ein Stress, den Sie im Urlaub wirklich nicht brauchen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte eine gut durchdachte Reiseapotheke ein unverzichtbarer Bestandteil Ihres Gepäcks sein. In diesem detaillierten Ratgeber gehen wir alle Organsysteme durch, die im Urlaub "leiden" können, und helfen Ihnen, genau das einzupacken, was Sie brauchen.

1. Magenprobleme und Durchfall

Eines der häufigsten Probleme von Touristen ist der sogenannte "Reisedurchfall". Er entsteht durch eine Veränderung der Bakterienflora, eine andere Zusammensetzung des Trinkwassers sowie durch den Verzehr lokaler Spezialitäten, an die unser Magen nicht gewöhnt ist. Wenn Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auftreten, verliert der Körper schnell Flüssigkeit und Elektrolyte, was besonders für Kinder gefährlich sein kann. Die goldene Regel ist, mindestens drei bis fünf Tage vor der Reise mit der Einnahme von Probiotika zu beginnen, um die Darmflora rechtzeitig zu stärken.

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Packen Sie rechtzeitig Probiotika, Rehydratationsmittel (Elektrolyte) und Medikamente gegen Durchfall und Reisekrankheit ein.

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2. Sonneneinstrahlung, Sonnenstich und Sonnenallergien

Wir alle lieben einen gebräunten Teint, aber die Sonne ist heute gefährlicher denn je. Kinderhaut ist besonders empfindlich, sodass unzureichender Schutz zu schmerzhaften Sonnenbränden führen kann. Neben Verbrennungen kann ein langer Aufenthalt am Strand, oft ohne Hut, zu einer Überhitzung des Körpers (Sonnenstich) führen. Außerdem begegnen wir immer häufiger unangenehmen Ausschlägen in Form von kleinen Bläschen und Rötungen, die stark jucken und eine Allergie gegen Sonnenstrahlen darstellen. Die richtige Hautvorbereitung und ein ausreichender Lichtschutzfaktor sind der Schlüssel zu einem unbeschwerten Urlaub.

3. Allergische Reaktionen im Urlaub

Sonnenstrahlen sind nicht der einzige Auslöser für Allergien. Ein Insektenstich, der Kontakt mit exotischen Pflanzen oder der Verzehr von Meeresfrüchten kann schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Diese äußern sich am häufigsten in Schwellungen, Nesselsucht, starkem Juckreiz oder sogar Atemnot. Aus diesem Grund ist es absolut unerlässlich, dass Sie immer Antihistaminika (Tabletten für Erwachsene und Sirupe für Kinder) in Ihrer Reiseapotheke haben.

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Bereiten Sie sich auf unvorhergesehene Reaktionen auf Insektenstiche, Lebensmittel oder die Sonne vor. Diese Produkte lindern schnell Juckreiz, Ausschlag und Schwellungen.

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4. Schutz vor Mücken und Zecken

Abendliche Spaziergänge an der Küste sind ohne lästige Mücken unvorstellbar, während Zecken eine ernsthafte Bedrohung darstellen, wenn Sie Ihren Urlaub in den Bergen oder Wäldern verbringen. Die Stiche dieser Insekten können Ihnen und Ihren Kindern den Schlaf rauben und in einigen Fällen gefährliche Krankheiten übertragen. Neben beruhigenden Gels, die nach einem Stich aufgetragen werden, ist das Wichtigste eine gute Vorbeugung in Form von Repellents (Sprays und Lotionen, die Insekten abwehren).

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Sorgen Sie für einen ruhigen Schlaf ohne Juckreiz. Sichere Sprays, Cremes und Pflaster für Kinder und Erwachsene, die Mücken und Zecken nachweislich abwehren.

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5. Erste Hilfe: Kratzer und Wundversorgung

Ein Urlaub mit Kindern bedeutet Laufen, Radfahren, rutschige Fliesen am Pool und steinige Strände. Stürze und Kratzer sind fast unvermeidlich. Wunden, die besonders in den Sommermonaten nicht richtig gereinigt und desinfiziert werden, sind sehr anfällig für schnelle und gefährliche Infektionen. Ihre Erste-Hilfe-Tasche muss sterile Gaze, Pflaster, Bandagen und ein Wundspülmittel enthalten, das nicht brennt.

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Desinfektionssprays (wie Octenisept und Jod), sterile Kompressen und wasserfeste Pflaster müssen jederzeit griffbereit sein.

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Pachtipps der Apothekerin

Packen Sie Medikamente immer in der Originalverpackung zusammen mit der Gebrauchsanweisung ein, damit Sie jederzeit die genaue Dosierung kennen. Achten Sie auf die Lagerung von Medikamenten während der Reise – Sirupe, Probiotika und Fieberzäpfchen dürfen nicht in einem überhitzten Auto gelassen werden, da hohe Temperaturen ihre Wirkung aufheben. Vergessen Sie neben einer sorgfältig gepackten Apotheke nicht Ihre Krankenversichertenkarte und die Auslandsreisekrankenversicherung. Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Urlaub!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Sind Kindersirupe im Flugzeug erlaubt?
Ja. Obwohl für Handgepäck eine Begrenzung für Flüssigkeiten bis 100 ml gilt, sind Medikamente (Fiebersirupe, Antibiotika) von dieser Regel ausgenommen, sofern Sie diese während des Fluges benötigen. Es wird empfohlen, sie zur leichteren Kontrolle in einem transparenten Beutel aufzubewahren.

2. Sollte ich Medikamente in meinen Koffer oder ins Handgepäck packen?
Die wichtigsten Medikamente (regelmäßige Therapie, Fiebersenker und Probiotika) sollten Sie immer im Handgepäck bei sich führen. So sind Sie abgesichert, auch wenn Ihr Hauptkoffer auf dem Flug verloren geht oder sich verspätet.