Sorbisterit Pulver (Calciumpolystyrolsulfonat) – in Serbien nicht im Handel: Informationen zum Kalium senkenden Arzneimittel
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- Aktie: Zabrana online prodaje
- Marke: FRESENIUS MEDICAL CARE
- Produktcode: BR-5112043
Dieses Arzneimittel ist in Serbien derzeit nicht im Handel
- Sorbisterit hat in Serbien derzeit keine gültige Zulassung (ALIMS) und ist in serbischen Apotheken, auch bei ApotekaOnline, nicht erhältlich.
- Das Arzneimittel ist weder im Nationalen Arzneimittelregister 2019 und 2021 noch in den ALIMS-Listen neuer und verlängerter Zulassungen 2019–2026 enthalten.
- Erhöhtes Kalium im Blut (Hyperkaliämie) kann für das Herz gefährlich sein – die Behandlung legt der Arzt (meist Nephrologe) anhand von Laborwerten fest und überwacht sie. Ändern Sie Ihre Therapie nicht eigenmächtig.
- Diese Seite dient ausschließlich der Information und ist kein Kaufangebot.
Sorbisterit ist ein Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen oder zur rektalen Anwendung mit Calciumpolystyrolsulfonat, einem Kationenaustauscherharz. Im Darm gibt das Harz Calcium ab und bindet Kalium, das mit dem Stuhl ausgeschieden wird; so sinkt der Kaliumspiegel im Blut.
In EU-Ländern, in denen es zugelassen ist, etwa in Belgien und den Niederlanden (Zulassungsinhaber Fresenius Medical Care), ist Sorbisterit laut offizieller Fachinformation zur Behandlung der Hyperkaliämie bei akuter oder chronischer Niereninsuffizienz einschließlich Dialysepatienten bestimmt. Alle Angaben stammen aus den in den Quellen genannten offiziellen Unterlagen.
Was ist Sorbisterit, wie senkt es Kalium und was ist in Serbien erhältlich?
Grunddaten zum Arzneimittel
| Name des Arzneimittels | Sorbisterit, Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen/rektalen Anwendung |
|---|---|
| Wirkstoff | Calciumpolystyrolsulfonat |
| Stärke | ca. 90 % Calciumpolystyrolsulfonat im Pulver; ein Messlöffel = 20 g Pulver |
| Darreichungsform | Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen oder zur rektalen Anwendung |
| Pharmakotherapeutische Gruppe | Mittel zur Behandlung der Hyperkaliämie und Hyperphosphatämie (V03AE) |
| Packung | Kunststoffbehälter mit 500 g und Messlöffel zu 20 g (Belgien) |
| Zulassungsinhaber | Fresenius Medical Care Nephrologica Deutschland GmbH, Deutschland |
| Status in Serbien | nicht zugelassen – nicht im Handel; in der EU verschreibungspflichtig |
Wofür wird Sorbisterit in Ländern angewendet, in denen es zugelassen ist?
Zur Behandlung erhöhter Kaliumwerte im Blut (Hyperkaliämie) bei akuter oder chronischer Niereninsuffizienz einschließlich Dialysepatienten. Für die Notfallbehandlung schwerer Hyperkaliämie (Kalium über 6,5 mmol/l oder EKG-Veränderungen) wirkt es nicht schnell genug – dann sind Notfallmaßnahmen oder Dialyse erforderlich.
Wie wird es angewendet?
Laut belgischer Fachinformation wird das Pulver mit Flüssigkeit gemischt und zu den Hauptmahlzeiten eingenommen oder rektal (Einlauf) angewendet, wenn eine Einnahme nicht möglich ist. Dosis und Dauer richten sich nach den täglichen Kaliumwerten; bei Kindern wird die Dosis nach Körpergewicht berechnet. Bei Neugeborenen ist die Einnahme nicht zulässig.
Dies gibt die offizielle Information wieder und ist keine individuelle Empfehlung – die Dosierung legt der Arzt anhand der Fachinformation und der Laborwerte fest.
Wann darf es nicht angewendet werden?
- niedriges Kalium im Blut (Hypokaliämie)
- Erkrankungen mit erhöhtem Calcium (z. B. Hyperparathyreoidismus, multiples Myelom, Sarkoidose, metastasierende Karzinome)
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
- obstruktive Darmerkrankung, verminderte Darmbeweglichkeit oder Risiko einer Kolonnekrose
- gleichzeitige Anwendung von Sorbitol
- Neugeborene mit verminderter Darmmotilität
Wichtige Sicherheitsinformationen aus den offiziellen Unterlagen
- Sorbitol darf nicht als Abführmittel zusammen mit diesem Arzneimittel verwendet werden – Risiko einer Kolonnekrose.
- Darmstenosen, Ischämie, Nekrosen und Perforationen wurden berichtet, teils tödlich; starke Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähbauch oder rektale Blutungen erfordern sofortige Abklärung.
- Bei relevanter Verstopfung ist die Behandlung zu beenden.
- Übermäßiger Kaliumverlust (besonders unter Digoxin), Calciumanstieg und Magnesiumabfall sind möglich – regelmäßige Laborkontrollen sind nötig.
- Bei Einnahme darauf achten, die Suspension nicht einzuatmen; möglichst aufrecht sitzen.
- Enthält Saccharose – wichtig bei Diabetes und seltenen Zuckerunverträglichkeiten.
- Wechselwirkungen: andere orale Arzneimittel mindestens 3 Stunden vorher oder nachher einnehmen (6 Stunden bei verzögerter Magenentleerung); Antazida und Abführmittel mit Magnesium, Aluminium oder Calcium können eine Alkalose verursachen; Vorsicht mit Digoxin, Lithium, Levothyroxin, Ciprofloxacin, Tetracyclinen und Diuretika.
- Schwangerschaft: begrenzte Daten – nur wenn klinisch gerechtfertigt; Stillen möglichst vermeiden.
- Häufige Nebenwirkungen: erhöhtes Calcium, niedriges Kalium und Magnesium, Übelkeit und Erbrechen; gelegentlich Verstopfung, Durchfall und Darmverschluss.
Was ist in Serbien erhältlich?
Im Nationalen Arzneimittelregister 2021 und in den ALIMS-Zulassungslisten 2019–2026 wurde kein Arzneimittel mit Polystyrolsulfonat gefunden. Zur Behandlung der Hyperkaliämie bei Erwachsenen ist in Serbien LOKELMA® zugelassen (Natrium-Zirconium-Cyclosilicat, AstraZeneca, Pulver zur Herstellung einer Suspension 5 g und 10 g, verschreibungspflichtig, Zulassung vom 10.05.2023). Es ist ein anderer Wirkstoff mit anderer Dosierung und anderen Warnhinweisen und daher kein 1:1-Ersatz.
| Option | Was es ist | Hinweis |
|---|---|---|
| LOKELMA® 5 g und 10 g Pulver | Natrium-Zirconium-Cyclosilicat, zugelassen bei Hyperkaliämie Erwachsener (Rx) | anderer Wirkstoff; Auswahl und Dosis durch den Arzt mit Kaliumkontrolle |
| Kaliumkontrollierte Ernährung | Ernährungsmaßnahmen nach Rat von Nephrologe und Ernährungsfachkraft | Teil der Behandlung chronischer Nierenerkrankungen; ersetzt kein Arzneimittel |
| Dialyse und Notfallmaßnahmen | stationäre Behandlung schwerer Hyperkaliämie | notwendig bei sehr hohem Kalium oder EKG-Veränderungen |
Über einen Ersatz entscheidet immer der Arzt anhand der Laborwerte und der übrigen Therapie.
Wann sofort ärztliche Hilfe suchen?
- starke Bauchschmerzen, Erbrechen, Blähbauch oder Blut im Stuhl
- ausgeprägte Muskelschwäche, Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag, Ohnmacht
- Husten und Atemnot nach Einnahme der Suspension (mögliches Einatmen)
- mehrere Tage kein Stuhlgang mit Bauchschmerzen
Rat der Apothekerin
Bei kaliumbindenden Arzneimitteln ist der Zeitplan entscheidend: andere Arzneimittel mindestens 3 Stunden vor oder nach dem Kaliumbinder einnehmen und regelmäßig Kalium, Calcium und Magnesium kontrollieren lassen.
Nehmen Sie ohne Absprache mit dem Arzt keine Abführmittel (besonders mit Sorbitol), Antazida oder Nahrungsergänzungen mit Kalium, Calcium oder Magnesium ein. Kaliumhaltige Salzersatzmittel sind bei Hyperkaliämie ebenfalls ungeeignet.
Verfügbarkeit und Preis
Sorbisterit ist in Serbien derzeit nicht im Handel und in Apotheken, auch bei ApotekaOnline, nicht erhältlich. Ein Preis ist nicht verfügbar, da keine gültige Zulassung besteht.
Diese Seite dient nur der Information. Zur Therapie beraten Ärzte (Nephrologen), zur Verfügbarkeit anderer Arzneimittel die Apotheke.
Zusammensetzung, Packung und Hersteller
- Wirkstoff: Calciumpolystyrolsulfonat (759–949 mg pro 1 g Pulver, entsprechend ca. 1,8 mmol Calcium).
- Sonstige Bestandteile: Saccharose, wasserfreie Citronensäure.
- Packung (Belgien): Kunststoffbehälter mit 500 g und Messlöffel zu 20 g.
- Zulassungsinhaber: Fresenius Medical Care Nephrologica Deutschland GmbH, Bad Homburg, Deutschland.
Aufbewahrung
- Behälter fest verschlossen und vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren.
- Ungeöffnet 3 Jahre haltbar; nach dem ersten Öffnen innerhalb von 3 Monaten verwenden (Belgien).
- Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Sorbisterit in Serbien kaufen?
Nein. Sorbisterit hat in Serbien keine gültige Zulassung und wurde in den ALIMS-Registern und Zulassungslisten 2019–2026 nicht gefunden.
Womit kann Sorbisterit ersetzt werden?
Für Hyperkaliämie bei Erwachsenen ist in Serbien LOKELMA® (Natrium-Zirconium-Cyclosilicat) zugelassen. Es ist ein anderer Wirkstoff; Auswahl und Dosis legt der Arzt mit Kontrolle des Kaliumspiegels fest.
Warum wird Sorbisterit nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen?
Das Harz kann andere Arzneimittel im Darm binden und deren Aufnahme vermindern. Andere orale Arzneimittel werden daher mindestens 3 Stunden vor oder nach Sorbisterit eingenommen, bei verzögerter Magenentleerung 6 Stunden.
Darf man zu Sorbisterit ein Abführmittel nehmen?
Sorbitol darf wegen des Risikos einer Darmnekrose nicht verwendet werden, und Antazida oder Abführmittel mit Magnesium, Aluminium oder Calcium können das Säure-Basen-Gleichgewicht stören. Bei Verstopfung wenden Sie sich an den Arzt.
Quellen
- FAMHP/AFMPS (Belgien) – Fachinformation Sorbisterit Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen/rektalen Anwendung (Fresenius Medical Care, Stand 08/2023)
- CBG-MEB (Niederlande) – Öffentlicher Beurteilungsbericht Sorbisterit (2009)
- ALIMS – Fachinformation LOKELMA® (Natrium-Zirconium-Cyclosilicat, Stand Mai 2023)
- ALIMS – Liste neuer Zulassungen und Verlängerungen 01.05.–30.06.2023 (LOKELMA®)
- ALIMS – Nationales Arzneimittelregister 2021
Datum der Quellenprüfung: 23.10.2026.
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